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Luzern - Gründerkanton von CreaCeramica, Ihrem Plattenleger

Luzern (schweizerdeutsch Lozärn [loˈtsæːrn], französisch Lucerne, italienisch Lucerna, rätoromanisch Lucerna  ist eine Stadt, Einwohnergemeinde sowie Hauptort des gleichnamigen Schweizer Kantons. Sie bildet zugleich den Wahlkreis Luzern-Stadt.

 

Die Stadt Luzern ist das gesellschaftliche und kulturelle Zentrum der Zentralschweiz. Im Bildungsbereich ist sie unter anderem Sitz der Universität Luzern und der Hochschule Luzern. Anlässe mit überregionaler Ausstrahlung sind beispielsweise die Luzerner Fasnacht und das Lucerne Festival. Luzern ist ein bedeutendes Tourismusziel in der Schweiz, einerseits wegen seiner Lage am Vierwaldstättersee und der Nähe zu den Alpen und anderseits dank Sehenswürdigkeiten wie die Kapellbrücke und das Verkehrshaus der Schweiz.

 

 

Geographie

Die Stadt Luzern liegt am nordwestlichen Ufer des Vierwaldstättersees beim Ausfluss der Reuss. Die Reuss teilt die Stadt in die Altstadt und Neustadt. Die Kapellbrücke mit dem Wasserturm und die Spreuerbrücke verbinden die Alt- und Neustadt. Zu Luzern gehört auch die Exklave Bürgenstock. Die Lage zwischen See und den Bergen Pilatus und Rigi ist besonders malerisch und begünstigte die Entwicklung Luzerns als Fremdenstadt und frühe Hochburg des Tourismus ab 1840.

 

Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Gipfel des Bürgenstocks in der Exklave Bürgenstock mit einer Höhe von 1127,8 m ü. M. Der tiefste Punkt ist am Rotsee auf 419 m ü. M.

Die Fläche des Stadtgebiets beträgt 29,1 km², davon sind 44,2 % Siedlungsfläche, 30,2 % Landwirtschaftszonen und 23,7 % Wald. 2,0 % sind unproduktive Fläche.

 

Stadtgliederung

Die Stadt Luzern ist seit 2014 in 2 Stadtteile, 6 Stadtkreise, 26 Quartiere und 132 Kleinquartiere eingeteilt.[5] Die Stadtkreise 01 bis 10 liegen am rechten Ufer, die Stadtkreise 11 bis 19 am linken Ufer der Luzerner Bucht (nordwestlicher Arm des Kreuztrichters), vom See aus gesehen. Der Stadtkreis Littau umfasst gleichzeitig den gleichnamigen Stadtteil, während die übrigen fünf Stadtkreise im Stadtteil Luzern liegen.

 

 

Geschichte

Ortsname

Die frühesten bekannten Nennungen des Ortes sind ad monasterium Lucernense beziehungsweise ad Lucernense monasterium (9. Jahrhundert; Abschrift um 1200), monasterium Luciaria (840) und in quodam loco, qui Lucerna ex antiquitate est dictus (853; Abschrift des 11. Jahrhunderts). Die Bedeutung ist unklar. Vorgeschlagene Herleitungen von lateinisch lucerna «Leuchte» (vergleiche bis heute «Leuchtenstadt Luzern»), vom keltischen Gott Lugus und vom männlichen Personennamen Luz oder Luzius sind nicht haltbar. Eine mögliche Grundlage bleibt jedoch lateinisch lũcǐus «Hecht», verbunden mit dem eine Verbreitung ausdrückenden Suffix -ārǐa. Die Bedeutung des Namens Luzern wäre damit «Ort, wo sich Hechte in grossen Mengen aufhalten».[7]

 

 

Frühzeit und Stadtgründung (um 750–1386)

Nach dem Zerfall des Römischen Reiches nahmen germanische Alemannen ab dem 7. Jahrhundert immer grösseren Besitz von dieser Gegend. Die alemannische Sprache ersetzte allmählich die lateinische. Um 710 entstand durch eine karolingische Gründung das Benediktinerkloster St. Leodegar (dort heute St. Leodegar im Hof), das Mitte des 9. Jahrhunderts unter die Herrschaft der elsässischen Abtei Murbach gelangte. Zu dieser Zeit bzw. um 750 nannte man das Gebiet Luciaria. Die Vogtei über Murbach und damit auch über Luzern hatte seit 1135 das Adelsgeschlecht der Habsburger inne. Die Gründung der Stadt erfolgte wahrscheinlich durch die Brüder von Eschenbach, die Ende des 12. Jahrhunderts die Abtwürde von Murbach und Luzern gleichzeitig besassen.

 

Das genaue Jahr der Stadtgründung ist unbekannt, es muss aber zwischen 1180 und 1200 liegen. Die Stadt gewann immer mehr an Bedeutung als Schlüsselstelle im wachsenden Gotthardverkehr und als Verwaltungszentrum. 1250 erreichte Luzern bereits die Grösse, die es bis ins 19. Jahrhundert beibehielt. Luzern war im 13. Jahrhundert durch Parteikämpfe zwischen Anhängern des Kaisers und des Papstes geprägt und schien bereits eine städtische Selbstverwaltung mit Rat und Bürgerversammlung besessen zu haben. 1291 erwarb der deutsche König Rudolf I. von Habsburg die Herrschaftsrechte des Klosters Murbach über Luzern, nachdem er schon die umliegenden Gebiete systematisch aufgekauft hatte.

 

Die Streitigkeiten um den deutschen Königsthron 1314–1325 führten auch zu Feindseligkeiten in den Ländern um den Vierwaldstättersee. Zur Stabilisierung der Verhältnisse ging Luzern 1332 einen Bund mit den benachbarten drei Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden ein. Dieser Bund richtete sich nicht speziell gegen die Habsburger: Luzern behielt sich seine Verpflichtungen gegenüber der Herrschaft Österreich ausdrücklich vor.[8]

Insbesondere ab der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts begann Luzern erfolgreich, seinen Einfluss in den umliegenden ländlichen Gebieten zu verstärken und Herrschaftsrechte an sich zu binden. Diese expansive Territorialpolitik, welche auch von anderen eidgenössischen Städten wie Zürich vorangetrieben wurde, führte zwangsläufig zu Konflikten mit der Herrschaft Österreich und gipfelte 1386 in der Schlacht bei Sempach. Der Sieg der eidgenössischen Parteien erlaubte Luzern eine Konsolidierung des Herrschaftsgebiets, das in seiner Ausdehnung bereits ungefähr dem heutigen Kanton Luzern entsprach.[9]

 

 

Von der Stadt zum Stadtstaat (1386–1520)

1415 erhielt Luzern von Kaiser Sigismund die Reichsfreiheit und bildete ein kräftiges Glied im eidgenössischen Bund. Die Stadt baute ihre Territorialherrschaft aus, erhob Steuern und setzte beamtete Vögte ein. Die Zahl der Stadtbevölkerung von 3'000 ging um etwa 40 Prozent zurück. Schuld daran waren die Pest (um 1350, in mehreren Wellen) und etliche Kriege (so genannte Ennetbirgische Feldzüge). Nachdem sich Hexenverfolgungen zunächst vorwiegend im frankophonen Sprachraum ausgebreitet hatten, tauchte der Begriff «Hexereye» 1419 in einem Zaubereiprozess gegen einen Mann in Luzern auf und damit erstmals im deutschsprachigen Raum.[10]

 

 

Vorort der katholischen Schweiz (um 1520–1798)

Im wachsenden Staatenbund der Eidgenossenschaft gehörte Luzern zu den einflussreichen Stadtorten. Als die Reformation nach 1520 die Eidgenossenschaft spaltete, wurden die meisten Städte reformiert, Luzern aber blieb katholisch. Nach dem Sieg der Katholiken über die Reformierten in der Schlacht bei Kappel 1531 dominierten die katholischen Orte die Eidgenossenschaft. Trotz des militärischen Sieges im Ersten Villmergerkrieg 1656 verschoben sich die Gewichte zu Gunsten der reformierten Städte wie Zürich, Bern und Basel, die im Zweiten Villmergerkrieg 1712 die Katholiken besiegten. Die führende Stellung Luzerns in der Eidgenossenschaft war damit vorbei. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Kriege und Seuchen immer seltener, die Bevölkerung nahm vor allem auf dem Land kräftig zu, während die Stadt innerhalb der Mauern kaum wuchs.

 

 

Jahrhundert der Revolutionen (1798–1914)

1798, neun Jahre nach Beginn der Französischen Revolution, marschierte die französische Armee in der Schweiz ein. Die Alte Eidgenossenschaft zerfiel und die Herrschaft der Patrizier wurde in eine Demokratie umgeformt, es entstand die Helvetische Republik, deren Hauptstadt Luzern für kurze Zeit war.

 

Die industrielle Revolution trat in Luzern erst spät ein. 1860 waren nur 1,7 Prozent der Bevölkerung in der Heim- oder Fabrikarbeit tätig, dies waren nur ein Viertel so viel wie in der übrigen Schweiz. Die Landwirtschaft mit einem hohen Anteil von 40 Prozent der Erwerbstätigen im Bauernstand prägte den Kanton. Dennoch zog die Stadt etliche Industrien an, die sich aber in den Gemeinden um Luzern ansiedeln. Von 1850 bis 1913 vervierfachte sich die Zahl der Bevölkerung und ihre Siedlungsfläche wuchs. Ab dem Jahre 1856 folgten die Bahnen, zuerst jene nach Olten und Basel, 1864 nach Zug und Zürich und 1897 in den Süden.

 

Von 1910 bis 1912 verkehrte in Luzern mit der Ville de Lucerne ein Luftschiff für Passagierrundflüge. Der Landeplatz mit der Halle und einem Gaskraftwerk befand sich im Tribschenmoos.

 

 

Entwicklungsakzente im 20. Jahrhundert (1914–2000)

Im 20. Jahrhundert gewannen die Vororte immer mehr an Bedeutung. Die Bevölkerungszahl im umliegenden Grossraum verdoppelte sich, während die städtische Bevölkerung nur langsam zunahm. 1981 folgte der Anschluss an die Autobahn A2.

 

 

Entwicklung im 21. Jahrhundert (ab 2001)

Am 17. Juni 2007 stimmten die Einwohner von Luzern und Littau für eine Gemeindefusion von Littau mit Luzern. In Luzern stimmten 9869 der Stimmberechtigten für die Fusion, 8875 dagegen (53 % zu 47 %, Stimmbeteiligung 46,2 %). Die Littauer stimmten mit 2824 gegen 2343 (55 % zu 45 %, Stimmbeteiligung 60,4 %) für die Fusion. Die Fusion wurde am 1. Januar 2010 vollzogen. Die «neue» Stadt heisst weiterhin Luzern und wird das alte Stadtwappen beibehalten. Die Einwohnerzahl beträgt nun rund 75'000 Personen.

 

Der Luzerner Stadtrat sah darin aber nur den ersten Schritt für weitere Fusionen. Im November 2011 entschieden sich Ebikon, Adligenswil und Kriens gegen eine Fusion. Im März 2012 lehnten die Stimmberechtigten von Emmen in einer Volksabstimmung die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der Stadt Luzern ab.

 

Bei der ersten modernen Volkszählung im Jahr 1798 zählte die Stadt Luzern 4314 und Littau 668. In den heutigen Stadtgrenzen somit 4982 Personen. Bis 1950 wuchsen beide Gemeindeteile gewaltig. Littau von 668 auf 5644 Einwohner (+745 %) und das alte Stadtgebiet von 4314 auf 60.526 Personen (+1303 %). Dabei gibt es aber deutliche Unterschiede.

 

Littau wuchs relativ gleichmässig. Die Stadt Luzern erlebte allerdings schon in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts eine gewaltige Entwicklung wegen des zunehmenden Fremdenverkehrs. Dies und die hervorragende Erschliessung der Stadt durch die Eisenbahn und die Zentrumsfunktion als Kantonshauptstadt lösten eine Massenzuwanderung aus. Bis 1975 wuchs die Einwohnerschaft der Kernstadt auf knapp 75'000 Personen. Die Landflucht wurde danach durch Stadtflucht abgelöst. Die Leute zogen massenweise in Neubauquartiere der Agglomerationsgemeinden Horw, Kriens, Emmen, Littau, Ebikon, Adligenswil, Meggen, Neuenkirch, Buchrain sowie Root und Dierikon.

 

In den 25 Jahren bis 2000 büsste die Kernstadt Luzern einen Drittel seiner Einwohnerschaft ein. Das pure Gegenteil geschah in Littau. Zwischen 1950 und 1980 nahm die Anzahl Einwohner von 5644 auf 14'966 zu (1950–1980: +165,2 %). Der stetige Bevölkerungsanstieg hielt bis zur Fusion von Littau mit der Stadt Luzern Ende 2009 an. Wenn auch in langsamerem Tempo als zuvor (1980–2009: +15,1 % oder + 2258 Personen). Seit dem Jahr 2000 stabilisierte sich die Einwohnerzahl innerhalb des alten Stadtgebiets (2000: 59.496 Einwohner; Ende 2009 59.509 Bewohner).

 

Das Bevölkerungswachstum der Stadt Luzern in den letzten Jahren (Ende 2010 77'198, Ende 2016 81'592 Bewohner) findet allerdings in allen Stadtkreisen statt. Eine Rückbewegung von der Agglomeration ins Stadtzentrum hat eingesetzt. Bedingt durch die hohen Mietpreise in der Stadt verlassen ärmere Bevölkerungsschichten weiterhin die Stadt (Gentrifizierung). Vermehrt ziehen dagegen junge Leute (Studenten, junge Paare etc.) und junge Familien in die Stadt. Beweggründe sind das grössere Angebote an Kinderhorten, das Nachtleben, die Nähe zur Uni und der sehr gute Öffentliche Verkehr (= Verzicht auf ein Auto). Studenten wohnen oft in WG's (=geringer Mietanteil), junge Paare sind oft Doppelverdiener und bei den jungen Familien, die in die Stadt ziehen, handelt es meist um Haushalte mit hohem Einkommen. Dagegen ziehen Einzelverdiener mit kleinem Verdienst, Rentner mit geringer Rente und Familien mit geringem Einkommen ins Umland, wo Miete und Krankenkasse günstiger sind.

 

Herkunft – Nationalität

Die Anzahl Einwohner der Stadt Luzern betrug Ende 2016 81'592 Personen. Darunter waren 61'546 Schweizerische Staatsangehörige und 20'046 Angehörige anderer Staaten und Staatenlose (24,57 %).

 

 

Infrastruktur

Verkehr

Die Stadt wie auch die Agglomeration Luzern sind mit verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar – per Schiene, auf der Strasse und mit dem Schiff.

Die Schweizerischen Bundesbahnen, die Zentralbahn und die BLS AG sind die Partner im Schienenverkehr (Fernverkehr, Regionalverkehr und S-Bahn Luzern). Auf der Strasse erschliessen die Verkehrsbetriebe Luzern mit Trolleybussen, die die frühere Trambahn Luzern ersetzten, und diversen Autobus-Linien Stadt und Umland. Weitere Autobuslinien werden von den Verkehrsunternehmen Auto AG Rothenburg, Rottal AG und Postauto Schweiz betrieben. Schliesslich sind verschiedene Gemeinden durch die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) mit Luzern verbunden. All diese Unternehmen handeln als Partnerunternehmen im Auftrag des Verkehrsverbunds Luzern (VVL). Die verschiedenen Linien werden in regelmässigen Abständen öffentlich ausgeschrieben.

 

Am 11. Dezember 2004 wurde die erste Phase der S-Bahn Luzern mit sechs neuen Haltestellen, einer Verdichtung des Fahrplans – vielfach Halbstundentakt – und neuem Rollmaterial eröffnet. Im Stadtgebiet gibt es vier Bahnhöfe: die Bahnhöfe Luzern und Luzern Verkehrshaus, den Bahnhof Littau, der seit der Fusion von 2010 zu Luzern gehört, sowie seit dem 9. Dezember 2012 den unterirdischen Bahnhof Luzern Allmend-Messe, der von der Zentralbahn bedient wird.

 

Die Seebrücke, welche Altstadt und Neustadt miteinander verbindet, ist eine der meistbefahrenen Strassen der Schweiz.

 

Die Stadt wird in Nord-Süd-Richtung (teils in Tunneln) von der A2 durchquert. Der Reussporttunnel ist einer der am stärksten befahrenen Autobahnabschnitte der Schweiz. Aus- und Zufahrten sind (von Nord nach Süd) Emmen-Süd, Luzern-Zentrum, Luzern-Kriens und Luzern-Horw. Emmen-Süd erschliesst die Quartiere im Norden der Stadt, während Kriens und Horw für einige südliche Stadtviertel wichtiger sind als die Ausfahrt Luzern-Zentrum.

Das Strassenverkehrsamt[17] befindet sich in Kriens an der Autobahn (nähe Kreisverkehr).

In Planung ist der Tiefbahnhof Luzern.[18]

 

 

Bildung

Im Jahr 2000 wurde die Universität Luzern als jüngste der zehn Schweizer Universitäten mit den drei Fakultäten Theologie, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Rechtswissenschaften gegründet. Luzern ist auch Hauptsitz der Hochschule Luzern (HSLU) mit ihren sechs Departementen Design & Kunst, Musik, Soziale Arbeit, Technik & Architektur, Wirtschaft und Informatik. Ausserdem ist Luzern Standort der PH Luzern (Pädagogische Hochschule Luzern) mit dem Zentrum für Menschenrechtsbildung. Institutionen wie das Medien-Ausbildungs-Zentrum, die Höhere Fachschule für Sozialpädagogik (hsl), die Schweizerische Hotelfachschule Luzern (SHL), die Richemont Fachschule (Bäckerei, Konditorei und Confiserie) oder die Schulen der höheren Kaderausbildung der Schweizer Armee (HKA) runden das Angebot des Bildungsstandortes Luzern ab.

 

Kultur

Luzern hat drei grössere Theater, es sind dies das Luzerner Theater, das Kleintheater Luzern und der Theaterpavillon. Das Luzerner Theater verfügt neben dem Hauptgebäude über einen zweiten Aufführungsort, das «UG» in der Winkelriedstrasse. Als Veranstaltungsort von Konzerten, insbesondere der klassischen Musik, spielt das KKL die bedeutendste Rolle. Residenzorchester des KKL ist das Luzerner Sinfonieorchester.

 

Die Kornschütte befindet sich im Rathaus Luzern. Dort steht sechsmal im Jahr ein Raum für Ausstellungen aus dem Luzerner Kulturleben zur Verfügung. Häufig finden Kunstausstellungen statt. Seit 1981 ist in dem ehemaligen Gefängnis Sedel das Musikzentrum Sedel, das für Konzerte und Musikproben genutzt wird, insbesondere in den Bereichen Punk und Rock. Mit dem Konzerthaus Schüür steht eine weitere Konzertbühne zur Verfügung; daneben finden im Musik-Restaurant Stadtkeller Konzerte und Kleinkunstveranstaltungen statt. Die Stadt verfügt über 13 Kinosäle in fünf Kinos, es gibt sechs grosse Clubs.

 

 

 

Sehenswürdigkeiten

 

Luzern ist innerhalb der Schweiz ein häufiger Haltepunkt für Gruppenreisen insbesondere aus Asien sowie Gästen aus den USA. Die Gruppenreisenden (zirka 1,4 Millionen Tagesgäste pro Jahr) konzentrieren sich auf den Bereich Löwendenkmal – Schwanenplatz (mit den Uhr- und Schmuckgeschäften) – Kapellbrücke.[29] Der gesamte Tourismus soll gemäss Prognosen bis ins Jahr 2030 zwölf Millionen Tagesgäste pro Jahr erreichen.[30]

 

 

Historisches

  • Kapellbrücke mit Wasserturm
    Da die Stadt durch die Reuss geteilt wird, besitzt sie mehrere Brücken, welche die Altstadt mit der Neustadt verbinden. Die bekannteste davon ist die Kapellbrücke von 1365. Sie ist die älteste noch erhaltene und mit 202 Metern die zweitlängste gedeckte Holzbrücke Europas. Im Jahre 1993 zerstörte ein Feuer einen Grossteil der Brücke. Da diese in den 1960er Jahren umfassend renoviert und jedes einzelne hölzerne Bauteil registriert worden war, konnte sie nach dem Brand originalgetreu wieder aufgebaut werden. Von den dreieckigen Originalgemälden aus dem frühen 17. Jahrhundert, die auf ihrer ganzen Länge im Giebel der Brücke angebracht waren, wurden beim Brand jedoch 81 von 111 unrettbar zerstört. In der Mitte der Brücke befindet sich das Wahrzeichen von Luzern, der Wasserturm mit einem achteckigen Grundriss. Brücke wie Turm bildeten einen Teil der Stadtbefestigung. Deshalb sind auf der Seite des Wasserturms die Holzgeländer höher.
  • Altstadt
  • Rathaus (erbaut 1602–1604, Spätrenaissance)
  • Spreuerbrücke
  • Museggmauer und Museggtürme (erbaut 1350–1403 als nördlicher Befestigungswall)
  • Ritter’scher Palast, Renaissancepalais mit dreistöckigem Arkadeninnenhof, erbaut ab 1556 für den Luzerner Schultheiss Lux Ritter, von 1577 bis 1773 Sitz des Luzerner Jesuitenkollegiums, seit 1804 Hauptgebäude der Kantonsregierung. Im zweiten Obergeschoss des Arkadenhofes hängen sieben großformatige Ölgemälde mit einem kunstvollen Totentanzzyklus. Er wurde in den Jahren 1610 bis 1615 von dem Luzerner Maler Jakob von Wyl (auch von Wil) geschaffen. Das heute als achtes Bild ("Beinhauskonzert" im Hochformat) hinzugefügte Tafelgemälde gehörte wahrscheinlich zu einem verloren gegangenen Totentanz aus dem benachbarten Franziskanerkloster.[31]
  • Löwendenkmal nach Bertel Thorvaldsen (1819)
  • Nadelwehr (1860)
  • Das Château Gütsch, ein 1888 im Stil des Historismus fertiggestelltes Hotel, gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Eine bereits für 2012 geplante Generalrenovierung verzögerte sich mehrfach.[32]
  • Fünf Raddampfer der SGV, die weltweit grösste aktive Dampferflotte auf Süsswasser.
  • Die Matthäuskirche ist ein bedeutender Zeuge der Neugotik.
  • Die Jesuitenkirche ist die älteste grosse Barockkirche der Schweiz.
  • Der Stiftsbezirk im Hof[33].
  • Die Hofkirche St. Leodegar im Hof ist der bedeutendste Kirchenbau der Renaissance der Schweiz.
  • Am Schweizerhofquai und dem Nationalquai entstanden in der Belle Époque der Kursaal (heute Grand Casino) und die Nobelhotels Schweizerhof, National und Palace Luzern.
  • Die Peterskapelle mit Innenausstattung im Nazarener Stil.
  • Das Gotthardgebäude ist der repräsentativste Neurenaissancebau im Kanton Luzern.
  • Das Bourbaki-Panorama ist eines der wenigen erhaltenen Grosspanoramen.
  • Das Anderallmend-Haus als eines der baulichen Wahrzeichen der Stadt Luzern.
  • Das Kloster St. Anna auf dem Gerlisberg.
  • Die Franziskanerkirche
  • Schloss Steinhof (erbaut 1759–1777 von Jakob Anton Thüring von Sonnenberg). Das barocke Schlossgebäude ist einer der bedeutendsten Profanbauten Luzerns.

 

Museen

  • Verkehrshaus der Schweiz: grösstes und meistbesuchtes Museum der Schweiz mit einer grossen Sammlung von Lokomotiven, Automobilen, Schiffen und Flugzeugen. Das Verkehrshaus beherbergt unter anderem das einzige IMAX-Kino und das einzige Grossplanetarium der Schweiz. Zudem befindet sich in ihm die Swissarena, eine 200 m² grosse begehbare Luftbildkarte.
  • Bourbaki-Panorama: eigens erbautes Panoramagebäude mit dem 112 × 10 m grossen Rundbild von Edouard Castres (1881)
  • Sammlung Rosengart: Werke von Pablo Picasso, Paul Klee und der Klassische Moderne, ehemals Picasso Museum
  • Richard-Wagner-Museum Tribschen, Räume Wagners und Sammlung klassischer Musikinstrumente. Das Landhaus an idyllischer Lage des Vierwaldstättersees führt immer wieder Musik- und Poesieabende durch.
  • Hans Erni Museum: Das Museum des bekannten Luzerner Malers Hans Erni im Verkehrshaus der Schweiz.
  • Kunstmuseum Luzern
  • Alpineum Luzern: 3D-Alpen-Panorama/-Diorama
  • Gletschergarten: Luzern während der Eiszeit vor 20'000 Jahren und im subtropischen Klima vor 20 Millionen Jahren, direkt neben dem Löwendenkmal
  • Historisches Museum: Im Depot kann die Geschichte lebendig und hautnah erlebt werden.
  • Naturmuseum Luzern: Die vielen Sonderausstellungen zeigen die Flora und Fauna der Zentralschweiz.

 

Moderne Architektur

  • Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern von Otto Dreyer (1951)
  • Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) des französischen Architekten Jean Nouvel (1999), direkt am Seeufer
  • Bahnhof von den Architekten Ammann + Baumann erstellt, Santiago Calatrava hat unter anderem die Hauptfassade mitgestaltet (1991)
  • The Hotel, ein von Jean Nouvel gestaltetes Hotel mit Restaurant und Bar an der Sempacherstrasse 14
  • Wohnhochhaus Schönbühl von Alvar Aalto (1965–1968)

 

Sehenswürdigkeiten der Umgebung

  • Der Pilatus: Der ehemalige Pilatussee auf dem Hausberg von Luzern soll gemäss einer Sage die letzte Ruhestätte des Pontius Pilatus sein und die Besteigung war daher im Mittelalter strengstens verboten. Heute ist der Berg touristisch von beiden Seiten erschlossen: von der Alpnacher Seite mit der steilsten Zahnradbahn der Welt und auf der Luzerner Seite mit einer Panorama-Gondelbahn und einer Luftseilbahn.
  • Die Rigi: Sie wird die «Königin der Berge» genannt und besitzt die erste Bergbahn Europas.
  • Der Vierwaldstättersee hat mit fünf Raddampfern (Uri, Stadt Luzern, Unterwalden, Gallia und Schiller) die grösste Dampfschiffflotte der Schweiz.

 

Weblinks

 Wiktionary: Luzern – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Luzern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Luzern – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Luzern – Reiseführer
 Wikisource: Luzern – Quellen und Volltexte
  • Offizielle Website der Stadt Luzern
  • Website von Luzern Tourismus
  • Gemeindeprofil des kantonalen statistischen Amtes (PDF; 109 KB)
  • Bildgalerie der Stiftung Fotodokumentation Kanton Luzern (Fotodok)
  • Luzerner Stadtansicht von Martin Martini 1597
  • Plan der Stadt Luzern von 1790 von Franz Xaver Schumacher
  • Roger Brunner und Paolo Hendry: Lebensqualität in den Quartieren. Die Luzerner Quartier- und Stadtteilpolitik vor dem Hintergrund raumbezogener Identität und politischer Steuerungsmöglichkeiten – Grundlagenbericht für die Weiterentwicklung der Quartier- und Stadtteilpolitik in Luzern. Masterarbeit, 2009
  • Quelle Wikipedia.org

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